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Macht verflüchtigt sich in dem Augenblick, wo das Objekt sich der Kontrolle entzieht.

Ein gutes Beispiel ist das Thema Bitcoin. Es ist eine Parallelstruktur der Vielen, Alternativ zum Geldkartell der Zentralbanken.

Man kann eine etablierte Struktur durch eine überlegene Parallelstruktur nicht nur angreifen, sondern sogar obsolet machen. Und wir haben es gerade selbst in der Hand. Da Geld für jedes System wie die Blutzirkulation fungiert, lässt sich auch ein Goliath dadurch erlegen, indem man dessen Blutzufuhr abklemmt. Die Übertragung des Geldmonopols weg vom Staat, hin in die Hände der einzelnen Bürger, und zwar auf dezentrale Weise, ohne dass einzelne Akteure Übermacht über das System gewinnen können, wäre die größte Machtübertragung seitdem Kirchen, Kaiser und Ideologien entmachtet wurden. Es wäre eine technologiegestützte Revolution der vielen, deren einziger Akt des Kampfes sich darin erschöpft, einen Teil des eigenen Vermögens dem alten System zu entziehen und dem neuen zuzuführen.

Wenn es gelingt, dem Staat das Geldvermehrungsmonopol zu entreissen, könnten Kriege, wie wir sie bisher kannten, irgendwann Geschichte sein. Immanuel Kant stellte ähnliche Überlegungen in seiner Schrift «Vom ewigen Frieden» an. Kriege, wie der in Afghanistan, konnten auch geführt werden, weil Zentralbanken unendlich Geld produzieren können, um damit einen militärischen Komplex aufzublähen, der sich imperialistisch austobt. Kriege werden mit Lügen begonnen und mit der Lüge des unendlichen Geldes am Leben erhalten. Ein neues Geldsystem würde die Kriegsfinanzierung erheblich erschweren. Die Änderung des Geldsystems weg von einem zentralisierten hin zu einem dezentralen wäre ein gewaltiger Vermögens- und Machttransfer. Vermutlich der Größte, den es je in der Geschichte gab.

Vor dieser Möglichkeit fürchten sich Zentralbanken und Staaten immerhin so sehr, dass sie gerade versuchen, eigene digitale Währungen zu entwickeln (Central Bank Digital Currencies, CBDCs), um sich noch mehr Kontrolle, Überwachung und Möglichkeiten der Enteignung zu sichern. Der finale Wettbewerb um die Freiheit läuft also schon. Wir können dafür sorgen, dass die zentralen Machtakteure diesen Kampf krachend verlieren.

Neben neuen Formen des Zusammenlebens und des Geldes gibt es genug weitere Themen für parallele Strukturen, sei es anonyme Kommunikation, Bildung, Kunst & Kultur, Gesundheitsversorgung und Medien. Die Kunst besteht darin, effektiv eine Wanderungsbewegung hin zu dezentralen, alternativen Kräften einzuleiten und durchzuführen; eine Wanderungsbewegung, wie sie bei Bitcoin und im Mediensystem bereits begonnen hat. Die Produktionsmittel haben wir schon längst in der Hand.

Arbeiten wir gemeinsam an Netzwerken guter Ideen! Bilden wir parallele Strukturen der Aufklärung und des Austauschs! Dann arbeiten wir automatisch am neuen, vielleicht besseren, Leben. Der starre Gesundheitstotalitarismus wird sich und die seinen derweil in die neue Normalität einmauern, bis er sich zu Tode gewütet hat.

Überlassen wir den stummen Konformismus sich selbst und entziehen wir uns der altbekannten Todesspirale. Niemand hat die Kraft des Konformismus besser in Worte gefasst als der Technikphilosoph Günther Anders.

Je integraler eine Macht, um so stummer ihr Kommando; je stummer ein Kommando, um so selbstverständlicher unser Gehorsam; je selbstverständlicher unser Gehorsam, um so gesicherter unsere Illusion der Freiheit; je gesicherter unsere Illusion der Freiheit, um so integraler die Macht – Dies ist der Zirkel- (oder Spiral-) prozeß, der die konformistische Gesellschaft aufrechterhält, und der sie, ist sie erst einmal in Gang gekommen, automatisch weiter vervollkommnet.

Seien wir stärker.

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